1922 – Ulmtalbahn nimmt Betrieb auf

Bericht von Joachim Kohl

Erste Gespräche über die Ulmtalbahn wurden bereits im Jahr 1891 geführt. Jedoch dauerte es bis 1913 bis der Bau beschlossen wurde. Die Strecke führt von Stockhausen nach Beilstein. Den Bau der Trasse führte die Fa. Buschung aus Niederselters durch. Die gleiche Firma erwarb auch die Grubengewerkschaft Saturn und baute die Gleisanlage am Bremsberg 1922. Die Streckenlänge von Stockhausen bis Beilstein betrug 15,5 Kilometer mit einem Höhenunterschied von 245 Meter.

Laut den Unterlagen aus dem Heft „Die Ulmtalbahn“ von Jochen Helmig, fuhr am 03.07.1922 der erste Zug im Holzhäuser Bahnhof ein. Bis zum Mai 1976 war der Balkan Express, wie die Bahn liebevoll von den Bewohnern genannt wurde, im Dienst. Zunächst waren Dampfloks die Zugmaschinen, danach wurden die ersten Schienenbusse eingesetzt. Diese lösten nach und nach die Dampflokomotiven ab.

Erster Bahnhofsvorstand in Holzhausen von 1924 bis 1955 war Herr Heinrich Droß. Danach folgten Herr Willhardt und Frau Erika Zirzow.

1976 wurde der Personenverkehr eingestellt und später auch der Güterverkehr. Die letzte Fahrt auf den Gleisen der Ulmtalbahn war am 30.12.1987. Der Abbau der Strecke begann im Sommer 1990.